Spätsommer in der Heide

Der Sommer ist fast vorüber, als ich das erste Mal dieses Jahr in die heimatliche Heide aufbreche. Der Kalender zeigt den 07.  August und der Wecker signalisiert mir, dass mein Schlaf für diese Nacht sein Ende findet. Normalerweise zu früh, wenn ich an die aktuelle Uhrzeit erinnert werde, es ist 3:30 Uhr. Aber, wie ich schon oft kennengelernt habe, ist das erste und das letzte Licht das Schönste am ganzen Tag. Ich mache mich also rechtzeitig auf den Weg, schließlich liegt vor mir noch eine knappe Stunde mit dem Fahrrad und den Sonnenaufgang möchte ich auf keinen Fall verpassen. 

Endlich angekommen ist es noch relativ duster, doch die ersten Farben am Himmel machen deutlich, dass der Aufgang kurz bevor steht. Ich nutze also die Zeit und lichte mit voller Freude die noch mit Tau benetzten Libellen ab. Als dann die ersten Sonnenstrahlen die Bäume durchdringen, suche ich meinen Spot auf.  Licht durchflutet nun die komplette Ebene unterhalb des von mir aufgesuchten Hanges. Zusammen mit dem aufkommendem Nebel bietet sich mir ein unglaubliches Naturschauspiel, welches ich ungehindert auf meinen Chip banne. Die Szenerie hält nicht lange an, doch das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt!

Weit später, am 20. September mache ich mich ein zweites Mal auf, um beflügelt vom ersten Besuch erneut einen tollen Sonnenaufgang zu erleben. Doch ich werde an diesem Tag nicht wieder mit dem atemberaubenden Licht belohnt. Vielmehr erscheint der Himmel grau und wolkenbedeckt, dennoch scheint ein wenig Licht durch, welches ich doch noch genießen kann. 

Gerade wieder auf dem Rückweg ändern sich jedoch alle Bedingungen schlagartig: Die Wolkendecke reißt auf und gleißendes Licht erfüllt den See und die Landschaft drum herum. Ich vergesse die schon sehr herbstliche Kälte und erfreue mich diesen Anblickes.

So hat sich der Tag aus fotografischer und persönlicher Sicht gelohnt. Ich freue mich schon auf die folgenden Morgenstunden, die sich ganz bestimmt in folgender Zeit wieder in der Heide ergeben werden.